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Erste Woche in Bejing

Die erste Woche in China haben wir in Beijing verbracht. Wir konnten viele neue Eindrücke sammeln, allerdings waren die oft sehr ernüchternd. Bis auf die zahlreichen Sehenswürdigkeit die wir besichtigt haben, ist der Rest der Stadt mit den Worten „grau“, „versmogt“ und „riesig“ am treffendsten zu beschreiben. Die Gebäude sind einfach gigantisch, eins neben dem anderen, flankiert von Baukränen die bereits die nächsten Wolkenkratzer hochziehen. Zwischen den Häusern befinden sich die breitesten Straßen die wir je gesehen haben. Jede einzelne scheint nur zum Zwecke von Militärparaden gebaut worden zu sein. Darauf rollt Tag für Tag eine riesige Blechlawine die den Smog auch nicht grade besser macht. Wie Ihr euch also denken Könnt ist die Stadt wahrlich keine Schönheit!

Dafür sind die Leute hier sehr nett. Eine ihrer edelsten Angewohnheiten ist das leidenschaftliche Rotzen und anschließende Spucken. Natürlich aus tiefster Seele und Inbrunst!! Ein wahrer Genuss für Augen und Ohren!!! Allerdings konnten wir bereits feststellen das dass nicht nur eine spezielle Eigenschaft der Beijinger ist, sondern eine von allen Chinesen. Ebenso beherrschen sie es wie keine anderen einen uninteressierten und unbeeindruckten Eindruck erscheinen zu lassen wenn sie an Ausländern (welche doch eher selten sind) vorbei gehen. Dies ist aber nur Fassade, denn sobald sie einen passiert haben wird man angestarrt wir ein Außerirdischer.

Ein besonderes Schmankerl war unsere bescheidene Unterkunft in Beijing. Sie lag direkt hinter einem Viersternehotel vor dem wir „versehentlicher Weise“ immer vom Taxifahrer abgesetzt wurden. Aber das war auch ok, weil uns jedes Mal vom Portier des Hotels die Taxitür mit den Worten „Hello Sir, welcome to the Zhaolong Hotel“ geöffnet wurde. Wir stiegen dann immer lachend aus und liefen am Hotel vorbei in die Seitenstraße die zu unserem Hostel führte.

Das Hostel war sehr schön, wir hatten ein Doppelzimmer mit wunderschönen Wasserflecken an der Decke. Neben unserem Zimmer befand sich ein weiterer Leckerbissen:

Das BADEZIMMER!! Es hatte zwei Duschen, sowie zwei so genannte „Toiletten“ oder wie wir sie nannten „KACKLÖCHER“ (oft mit reichlich Bremsspuren ausgestattet“!!

Der Geruch war mehr als angenehm und zu unserer großen Überraschung fanden wir fünf Tage nach unserer Ankunft heraus, dass nur einen Stock tiefer eine wunderschöne europäische Toilette existiert, deren Klodeckel sich sanft und geschmeidig an das Gesäß des Benutzers anschmiegte. Wieder mal typisch !!!!!!

Wie zu erwarten war und ist hier natürlich alles sehr preiswert. In Beijing konnte man für 2 Euro bereits sehr gut Essen. Wobei das im Vergleich zu Chengdu doppelt so teuer ist. Aber so ist das nun mal mit den Hauptstädten. Wenn man wie wir allerdings kein Chinesisch spricht kann sich das bestellte Menü als wahre Überraschung entpuppen. Mittlerweile hatten wir von kaltem Hund, über Fischauge, Hühnerfüße, Pansen und sämtliche anderen Innereien alles im Essen!

Einkaufen konnte man in Beijing auch günstig. Allerdings ist „Handeln“ immer angesagt! Sonst kann es schon mal vorkommen dass man das 10-fache zahlt, besonders in den „Fakemärkten“. Die Verkäufer sind aber so geschickt das man erst hinterher feststellt wie „viel“ Kohle man gerade für nen Scheiß ausgegeben hat. Ja, man wird hier als Europäer eben oft beschissen.

Wie gesagt ist Beijing doch sehr ernüchternd gewesen und wir sind froh dass wir nicht dort studieren müssen… Was wir in Chengdu dann so erleben könnt ihr bald hier lesen. Abonniert die Seite am besten. Dann werdet ihr per Email über Neuigkeiten informiert. Wir bemühen uns auch immer die neusten Bilder in Netz zu stellen. Wobei das nicht so einfach ist, da die Interverbindung mehr als bescheiden ist.

16.3.07 05:13


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